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am 4. Februar

Neu in unserem Wiesenmonitor:

- Ortsplanung von außen. Eine neue Taktik.

Eine Grazer Firma wurde von der ÖVP/SPÖ-Koalition ausgewählt und beauftragt, einen „Entwicklungsplan“ zu erstellen. Damit soll festgelegt werden, in welche Richtung die Orts-Entwicklung gehen soll. Planungskosten: 70.800,- Euro (Stand zum Zeitpunkt der Auftragsvergabe). Ortsplanung von außen – weitestgehend ohne die Menschen, die im Ort leben? Eigentlich sollten sie nicht nur in die planerischen Überlegungen miteinbezogen werden, sie sollten vielmehr im Mittelpunkt dieser Überlegungen stehen! Die BreitenfurterInnen haben klare Vorstellungen von ihrem Wohnort. Sie hatten in den Arbeitsgruppen des Bürgerbeteiligungs-Projektes „Gemeinde 21“ bereits Wünsche geäußert und einige Vorhaben geplant. Durch das Ergebnis der letzten Gemeinderatswahl wurde zusätzlich deutlich, dass eine Verbauung der 10 Hektar Wiese („EVN-Wiese“) zwischen Liesingbach und Liesingtalstraße in Breitenfurt-Ost nicht erwünscht ist. Es wäre also Voraussetzung, dass das Grazer Büro über diese Vorgaben informiert wurde. Ob und wie die Information erfolgte, darüber herrscht von ÖVP/SPÖ-Seite Stillschweigen. Wenn Ortsplanung alle menschlichen Bedürfnisse einbeziehen will, sind zusätzlich eine Reihe von Faktoren zu berücksichtigen, wie etwa ökonomische und ökologische. Verkehrsdynamische Überlegungen sind anzustellen. Auch Naturelemente wie Wasser und Pflanzen müssen berücksichtigt werden. Sie wirken sich positiv auf Wohlbefinden, Gesundheit und Gefühlswelt der Orts-BewohnerInnen aus. Im Frühjahr 2018 soll nun dieser von der Grazer Firma erstellte Entwicklungsplan präsentiert werden. Wir werden ihn dahingehend prüfen, wie weit er den Wünschen der BreitenfurterInnen entspricht.

Projekte, die am Menschen vorbei geplant werden, sind zum Scheitern verurteilt.

Die Taktik des Bürgermeisters ist es, durch einen „sachlich zwingend erscheinenden“ Entwicklungsplan von außen jegliche demokratische Abstimmung der BewohnerInnen über eine Verbauung der EVN-Wiese zu umgehen und „argumentative Fakten" für die Verbauung zu schaffen.