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am 27. November

Was wurde aus dem Breitenfurter EntwicklungsPlan?

Susanne Hartig - 2013 startete der Breitenfurter Zukunftsdialog, der für vier Jahre geplant war. 2017 hört man nichts mehr davon. Was ist passiert?

BREITENFURT.2023


Unter dem Motto „MITEINANDER BREITENFURT GESTALTEN" startete ein BürgerInnenbeteiligungs-Projekt mit dem Ziel, unsere Gemeinde gemeinsam zu einem attraktiven Lebensraum für Jung und Alt weiter zu entwickeln. Unterstützung kam von der NÖ Dorferneuerung durch Experten der Aktion „gemeinde 21".

BürgerInnen sollten unter deren Leitung konkrete Projektideen für den sogenannten B.EP, den „Breitenfurter EntwicklungsPlan“ ausarbeiten. Diese Projektideen sollten schließlich dem Gemeinderat vorgelegt werden, der im Rahmen der Budgetplanung über die einzelnen Projekte abstimmen sollte. Zu den machbaren Projekten aus dem B.EP war anschließend eine Volksbefragung geplant. Soweit der Plan, der unter www.gemeinde-breitenfurt.at/das_projekt​ nachzulesen ist.

Und dann passierte etwas Wunderbares: Engagierte und mündige BürgerInnen entwickelten eigenständig Projekte! Jugendtreff, Verbesserung der Radwege, attraktive Kinderspielplätze, Renaturierung des Liesingbachs, Begegnungszonen, Ankündigungsständer statt Plakat-Dschungel – das waren nur einige davon.

2013 wurden von der Gemeinde 29.000,- Euro für das BürgerInnenbeteiligungs-Projekt „MITEINANDER BREITENFURT GESTALTEN" bereitgelegt. Aber zur Umsetzung braucht es nicht nur Geld, es braucht auch den politischen Willen. Nach einiger Zeit ließ man das Projekt sanft „einschlafen“. Das ist schade! Werden sich unter diesen Voraussetzungen wieder Leute zusammensetzen und Projekte für ein „attraktives Breitenfurt“ ausarbeiten? Ist das überhaupt erwünscht? Das aktuelle Paradeprojekt „Junges, leistbares Wohnen“ wurde als „Sozialer, leistbarer Wohnbau“ schon lange vor dem Breitenfurter Zukunftsdialog angedacht (siehe SPÖ-Kampagne „Näher beim Menschen“, 2012), der Hofer-Markt wurde über die Grundbesitzerin, die S-Immo-AG, möglich. Leider ohne die von der S-Immo AG und vielen BreitenfurterInnen gewünschte Kombination mit Wohnungen.

Was nicht auf der Wunschliste der BürgerInnen stand, aber viel Geld kostet, ist der Umbau des Gemeindeamtes und der ausgebaute Blasiussteig.​